Kicken kann er
Vier Jahre lang haben Oliver Fritsch, Christian Spiller und Fabian Scheler bei Kicken kann er über die besten Fußballerinnen und die besten Fußballer unserer Zeit gesprochen. Im Januar 2026 veröffentlichten sie die vorerst letzte Folge – doch nun kehrt Kicken kann er für die Fußball-WM zurück. Christian Spiller und Oliver Fritsch begleiten die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada als Reporter. Gemeinsam mit Fabian Scheler werden sie in einem Videopodcast über ihre Eindrücke sprechen und alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft nach Abpfiff analysieren. Weitere Folgen werden zum Eröffnungsspiel und zum Finale erscheinen. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
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Apr 26, 2023
Apr 26, 2023
1hr 7 sec
Er ist der Lieblingsschüler von Pep Guardiola. Allein das sagt schon viel aus über İlkay Gündoğan, dem die neueste Folge von Kicken kann er gewidmet ist. Im Fußballpodcast von ZEIT ONLINE versuchen die Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller zu ergründen, was den Kapitän von Manchester City so stark macht.
"Er ist einer der schlauesten Fußballer, den es gibt", sagt Fritsch. Für ihn ist Gündoğan ein Beleg dafür, was man mit Spielintelligenz erreichen kann. Denn mit den Füßen ist Gündoğan zwar auch ein starker Kicker, aber keine Extraklasse. Ihm fehlt das Supergen, etwas Einzigartiges in seiner Technik. "Seine Klasse entsteht vor allem im Kopf", sagt Fritsch.
Dabei steht der gebürtige Gelsenkirchener vor einem Problem: Intelligenz ist nicht immer sofort zu erkennen. "Sein Genie ist für den Gelegenheitszuschauer nur schwer sichtbar", sagt Spiller.
Eine Frage, die bei Gündoğan immer auch mit gestellt werden muss: Warum spielt der Kapitän der mutmaßlich besten Vereinsmannschaft der Welt in der Nationalelf nur eine Nebenrolle? Fritsch und Spiller erklären, dass das sowohl an Gündoğan selbst als auch an der DFB-Elf liegt.
Außerdem in der Folge: zwei Dortmunder für Mr. X, die fünf besten Nürnberger, Charles Darwin und Albrecht Dürer.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen.
Kicken kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen und Texte, über die wir in der Folge gesprochen haben:
Tore im Meisterschaftsfinale 2022
Champions-League-Finale 2013
Interview nach dem Japan-Spiel 2022
Porträt im ZEITmagazin
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Apr 12, 2023
Apr 12, 2023
1hr 9 min
Eigentlich eignen sich die Folgen dieses Podcasts perfekt, um das Urteil der Hosts mit der eigenen Wahrnehmung abzugleichen. Denn alle Spieler, über die gesprochen wird, spielen noch. Doch dieses Mal ist alles anders. Zum ersten Mal in der Geschichte von Kicken kann er nehmen die Hosts Abschied von einem Fußballer. "Es war immer klar, sobald Mesut Özil zurücktritt, machen wir eine Folge über ihn", sagt Oliver Fritsch, und damit beginnt eine einstündige kritische Würdigung des Lebenswerks von Mesut Özil.
Er war ein großer Fußballer, dann fiel er wegen eines Fotos in Ungnade. Nun ist er zurückgetreten, fast unbemerkt in Deutschland. Unser Fußballpodcast würdigt Mesut Özil.
Özil sei einer der herausragenden deutschen Fußballer der Geschichte, sagt Fritsch, gar Deutschlands größter Fußballkünstler aller Zeiten. An ihm könne man außerdem eine ganze Dekade Deutschland festmachen, sportlich wie politisch. Fabian Scheler fragt sich angesichts des sportlichen Schaffens von Özil: Gehen wir zum Fußball, um Erfolge zu feiern und Zahlen zu lesen oder der Schönheit und Brillanz wegen? Mesut Özil anzugucken, war für ihn häufig wie Urlaub.
Die Hosts suchen und finden von Özil eingeführte oder perfektionierte Spielelemente wie den bounce oder den maskierten Pass, Hymnensingen hingegen lassen sie als Besprechungsthema aus. Und bevor es zu nostalgisch-verklärend wird, widmen sich die Hosts auch der Frage, warum Özils Kunst gerade in Deutschland nicht als das gesehen wurde, was sie war. "Es ist geradezu der Witz, dass der Stress beim Gegner herrschte und nicht bei Özil", sagt Fritsch über die Debatte über hängende Schultern und fehlende Körperspannung. Außerdem geht es um den größten Fehler seiner Karriere, der auf einem Foto in London festgehalten wurde – auf dem Recep Tayyip Erdoğan aber nicht zu sehen war.
Doch auch das Foto mit İlkay Gündoğan und dem türkischen Staatspräsidenten ist natürlich Thema und beide Hosts befassen sich mit einer der größten Krisen des DFB, die obendrein auch so schlecht gemanagt wurde wie nur wenige andere zuvor. Özil wandelte sich in der Debatte von einer integrativen Figur zu einem Fußballer, der hierzulande am Ende seiner Karriere sogar in Vergessenheit geriet. Dabei gilt für Fritsch: "Ohne Özil gäbe es keinen WM-Titel 2014, der Islam ist also Teil Deutschlands. Anschaulicher als an diesem Spieler kann man diesen Satz nicht belegen."
Der unter Hörerinnen und Hörern äußert beliebte Mister X widmet sich, ohne seine schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde anzulegen, Rudi Völler und Emil Forsberg und in den Top Five assistieren sich die beiden Hosts gegenseitig bei der Suche nach den besten Vorlagengebern der Geschichte.
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Kicken kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben:
Mesut Özil gegen England bei der WM 2010
Tor gegen Ludogorez Rasgrad
Leicester 2018
Hackenvorlage auf Giroud
Mesut Özil bei Real Madrid
Der Özil-Bounce
Özil im WM-Finale 2014
Ein sehr guter Deutscher
Mesut Özil: Das wahre Debakel
Die Powercard-Tabelle (Danke!)
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Mar 29, 2023
Mar 29, 2023
54 min
Etwa 50.000 Thomas Müllers soll es in Deutschland geben. Der Thomas Müller, den wir in der neuen Folge von Kicken kann er besprechen, ist aber in jedem Fall ein Unikat. Er ist ein Spieler, der sich seit vielen Jahren der Analyse ein Stück weit entzieht, weil er so ungewöhnlich Fußball spielt. Doch für die Hosts des Fußballpodcasts von ZEIT ONLINE, ist das genau die richtige Herausforderung. "Wenn es einen Fußballer gibt, wegen den wir diesen Podcast machen, dann wäre es Thomas Müller", sagt Oliver Fritsch. Über Cristiano Ronaldo reden kann ja jeder.
"Müller wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein Weltklassefußballer, nicht mal wie ein Sportler", sagt Fritsch über die Erscheinung Müller. Über die Beinchen, den nach vorne gebeugten Laufstil, die schlenkernden Arme. Fritsch sieht bei Müller deshalb eine Historie der Unterschätzung.
"Thomas Müller kann nichts besonders gut", sagt Christian Spiller. Nicht besonders gut schießen, schnell laufen, Zweikämpfe gewinnen oder andere Dinge, die man von einem Offensivspieler erwartet. Aber Müller hat den meisten anderen etwas voraus: Er sieht Dinge, die andere nicht sehen. Er findet Räume, die anderen verschlossen bleiben, ahnt, wo Ball, Gegner und Mitspieler nicht jetzt, sondern demnächst, sein werden. "Müller empfängt terrestrisch, bei ihm fällt das Tor zwei Sekunden eher als beim Nachbarn", sagt Fritsch.
Das macht Thomas Müller nach Titeln zum erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten. Aber: Er wird dieses Jahr 34, seine Karriere geht langsam zu Ende. Oliver Fritsch würde ihn ungern noch einmal in der Nationalelf sehen. "Ich glaube, dass Müller Entwicklung verhindert", sagt er.
Unsere Vermutung, was mit dem FC Bayern passiert, wenn Müller mal nicht mehr spielen sollte, warum Müllers Torjubel der echteste weit und breit ist, warum er nicht zu Real Madrid gepasst hätte, was es mit Radio Müller auf sich hat und die Top 5 der wichtigsten Weltmeister 2014 – all das zu hören in der neuen Folge von Kicken kann er.
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"Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler.
Szenen, über die wir in dieser Folge gesprochen haben:
Balleroberung gegen Paris Saint-Germain
Chance gegen England
Radio Müller
Müller-Compilation
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Mar 14, 2023
Mar 14, 2023
1hr 19 min
Wir sind zurück! Angetreten sind die Hosts des Fußballpodcast Kicken kann er einst mit dem Versprechen, die Fußballdebatte zu begutachten und die Individualität der Spielerinnern und Spieler über alles zu stellen. Doch in der neuen Folge müssen sie umdenken: Was tun, wenn der Spieler, über den sie sprechen, auf recht simple Art zum Erfolg kommt?
Timo Werner ist das Thema der neuen Folge. Ein Spieler der, einmal entwischt, kaum noch einzuholen ist. "Seine Art zu spielen ist sehr eindimensional, aber dennoch Erfolg bringend", sagt Oliver Fritsch. Ein Spieler mit diesem Tempo und diesen Fähigkeiten, das sei nicht einzigartig, aber in Deutschland gibt es davon nicht so viele.
Werner besitze ein Merkmal, dass ihn besonders auszeichne: seine Beschleunigung und sein Tempo, gepaart mit seinem festen Schuss. "Druff", sagt Fritsch im feinsten Hessisch zu dieser Art von Inselbegabung, die ihn an Lukas Podolski erinnert. Dessen linker Fuß ist ein Kölner Kulturgut, ähnlich wie Werners 100-Meter-Zeit in Leipzig, der Stadt des Leichtathletikfußballs. Doch Podolski hat es im Clubfußball nie auf die ganz große Bühne geschafft. Nur in der Nationalmannschaft hat er funktioniert.
Fabian Scheler, der mit dieser Folge die Rückkehr aus seinem Sabbatical feiert, fügt hinzu, dass Werners Läufe häufig Platz für Mitspieler schaffen, etwa beim entscheidenden Tor im Champions League Finale 2021. Außerdem fällt Werner mit Torvorlagen auf. Fritsch will das Argument nicht gelten lassen und so beginnt die Analyse, warum Werner in der Debatte heute eher belächelt als bewundert wird. "Häufig wird in Deutschland schöngefärbt, bei Timo Werner wird aber übersehen, welchen Wert seine spezielle Begabung für das Spiel hat", sagt Fritsch.
Werner galt in Stuttgarter Zeiten als Supertalent, das den Sturm der deutschen Nationalelf auf Jahre prägen wird. Von dort wechselte er zu Leipzig und schien perfekt in das dortige Gegenpressing-System zu passen, über das in der Folge nicht nur gut gesprochen wird. "Warum kam Chelsea überhaupt auf die Idee, ihn zu kaufen?", fragt sich Fritsch, als es um die Frage geht, warum die beiden Jahre in London Werner nicht zu seinem großen Durchbruch verhalfen. Scheler will zudem von Fritsch wissen, wie es sein kann, dass ein Stürmer, der schon mal 28 Tore in einer Bundesligasaison geschossen hat, in England so oft daneben zielte.
Die Hosts überlegen, welchen Einfluss es hatte, dass er in zehn Jahren Profifußball schon so viele Trainer hatte, analysieren, welche Schwächen er hat und wie er im Vergleich mit den anderen Stürmern der Nationalmannschaft abschneidet.
Außerdem überlegen die Hosts, ob sie bei der Power-Card Timo Werner Haltungsnoten für seine Schwalbe geben sollen, küren die Top Fünf der Stürmer, die im Abseits geboren wurden und Mister X widmet sich dem Zé Roberto des Breisgaus.
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Szenen, über die wir in der Folge gesprochen haben:
Chance EM Achtelfinale gegen England
Timo Werners Lieblingstor gegen den HSV
Kopfballtor gegen Celtic Glasgow
Gemeine Fail-Compilation
Texte, über die wir gesprochen haben:
Ralf Rangnick: Vielleicht hat er doch recht
Barney Ronay im Guardian: Chelsea's Timo Werner hones his quality and homes in on scoring
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Feb 8, 2023
Feb 8, 2023
46 min
In der aktuellen Ausgabe gehen Christian Spiller und Oliver Fritsch auf einen vielfachen Wunsch ihrer Hörerinnen und Hörer ein. In der neuesten Folge von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, besprechen die beiden Gastgeber Kylian Mbappé, den französischen Stürmerstar von Paris Saint-Germain. „Er ist eine Naturgewalt”, sagt Fritsch, und Spiller rechnet sofort Mbappés Geschwindigkeitsrekord auf dem Rasen vor.
Das Geheimnis von Mbappé ist, dass er Höchsttempo mit Technik und Dribbelkunst kombiniert. „Auf den Skisport übertragen, fährt er die Streif im Slalom runter”, sagt Fritsch. Mbappé erkenne Lücken, wo niemand sonst sie sehe, „erst recht nicht die Abwehrspieler”, fügt Spiller hinzu. „Und er beschleunigt nicht nur sich enorm”, ergänzt Fritsch, „sondern auch den Ball beim Schuss”. Auf engstem Raum gelingen Mbappé immer wieder starke Torabschlüsse.
Wohin führt der Weg des 24-Jährigen, der bereits mit 19 Weltmeister wurde? „Er könnte noch mehr rausholen, wenn er zum Trainerspieler werden würde”, sagt Fritsch. Mbappé sei nämlich ein Einzelsportler, der sich nicht an der Aufgabe des Kollektivs beteilige. „Er ist zu gut für Taktik.” Im WM-Finale 2022 stand er lange rum, doch dann, spät im Spiel, schoss er seine Tore.
„Was macht das mit unseren Kindern, wenn sie ihm nacheifern?“, fragt Spiller, den Mbappés Spiel eher kalt lässt. Orientieren sie sich an seinem Egozentrismus? Das sei nicht einfach zu beantworten, man dürfe nicht übersehen, antwortet Fritsch, dass Mbappé vorlebe, seine Individualität frei zu entfalten, ohne Zwänge des Kollektivs. Der Fußball eigne sich dazu wie kaum ein anderer Sport.
Szenen, die wir in der Folge besprochen haben
Tor Mbappé gegen Real
[Mbappé im WM-Finale 2022)(https://www.youtube.com/watch?v=LSYVQ58_iNY)
WM-Halbfinale 2022 Frankreich gegen Marokko
Mbappés vier WM-Tore 2018
Umarmung Mancini/Vialli
Der Libero ist zurück (Hasebe)
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Jan 25, 2023
Jan 25, 2023
53 min
Er ist nicht vom Ball zu trennen, er schlängelt sich um Gegenspieler „wie wirbellos“, sagt Oliver Fritsch. „Er erinnert mich an eine Comic-Figur, so beweglich ist er“, sagt Christian Spiller. In der neuesten Folge von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, geht es um den Wunderdribbler vom FC Bayern: Jamal Musiala. Viele Zuhörerinnen und Zuhörer wünschen sich schon lange eine Folge über ihn.
„Ich lege mich fest: Er wird irgendwann Weltfußballer“, sagt Spiller. „Ich verstehe, dass die Fans ihn lieben“, entgegnet Fritsch, der andere Host. “Doch dazu müsse Musiala lernen, besser mit seinen Mitspielern zusammenzuspielen.” Das sei sogar manchmal an deren Gesichtern abzulesen. Sein riesiges Talent sehe jeder, aber zum Spitzenfußballer fehle noch etwas, sagt Fritsch. „Sogar mehr als Deutschland denkt.“
Musiala war Teil des Teams, das in der WM-Vorrunde in Katar ausschied, galt aber als einziger Gewinner Deutschlands. Mit seinen Dribblings beeindruckte er die Fußballwelt. Nun müsse er reifen und von einem Trainer geformt werden, sagt Fritsch, so dass er verlässlich zum Erfolg seiner Mannschaften beitrage. Spiller hingegen findet, dass Fritsch den 19-Jährigen zu streng bewerte.
Die Hosts gehen auch auf die Kritik ein, sie hätten Lionel Messi in einer früheren Folge zu schlecht eingestuft. Außerdem würdigen sie den verstorbenen Pelé und benennen eine Top 5 der Spieler, die ihrer Zeit weit voraus waren.
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Szenen, die wir in der Folge besprochen haben
Assist Musiala zum 1:1 gegen Spanien (Füllkrug)
Tor Musiala aus der Distanz
Pelé: He dit it 50 years ago
Christian Spiller: Das Trump-Shirt des Südens
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Dec 16, 2022
Dec 16, 2022
30 min
Im letzten WM-Spezial von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, stehen zwei Spieler im Mittelpunkt, die bei diesem Turnier prägend waren: Lionel Messi und Antoine Griezmann. Beide haben großen Anteil daran, dass ihre Mannschaften es ins Finale geschafft haben.
“Messi ist in Katar zum Mannschaftsspieler geworden”, sagt Oliver Fritsch. Der Argentinier ist reifer geworden, hat erkannt, dass er den Titel nicht alleine gewinnen kann. Und seine Mitspieler helfen ihm dabei nicht nur. “Sie wollen ihm den Titel zu Füßen legen”, sagt Fritsch.
Für Frankreich ist Antoine Griezmann der wichtigste Spieler. Kylian Mbappé ist der Mann für die besonderen Momente, aber: “Griezmann hält das Spiel zusammen”, sagt Christian Spiller. Er ist einfach überall zu finden, klärt wie gegen Marokko im eigenen Strafraum, verteilt die Bälle an die Stürmer und bleibt dabei noch völlig uneitel.
Auf einen Final-Tipp wollen sich die Hosts nicht festlegen. Sie sehen in Argentinien die bessere, stabilere Einheit und in Frankreich das größere individuelle Talent. Wer wird am Ende gewinnen? Fast eine fußballphilosophische Frage.
Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. Lob auch. “Kicken kann er” ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint zur WM außer der Reihe jede Woche. Nach der Winterpause gibt es ab Februar wieder reguläre Folgen.
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Dec 8, 2022
Dec 8, 2022
28 min
Im zweiten WM-Spezial von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, analysieren die Hosts Oliver Fritsch und Christian Spiller das deutsche WM-Aus und die Folgen, die es für den DFB und den Sport in diesem Land hat. "Der deutsche Fußball steckt in einer ernsten Krise", sagt Spiller.
Dabei geht es nicht nur um das erneute Vorrundenaus, sondern um das Gesamtbild. Auch die Bundesliga hat bereits an Qualität verloren und wird das wohl noch weiter tun, die Liga der Weltmeister ist Vergangenheit.
In dem Podcast, der kurz vor der Entscheidung aufgenommen wurde, dass Hansi Flick Bundestrainer bleibt, hätten sich beide Hosts einen Erneuerer wie Jürgen Klopp oder Thomas Tuchel gewünscht. Vor allem aber kritisieren sie die Vorgehensweise des DFB. Es könne nicht sein, dass DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke par ordre du mufti entschieden, wie es weitergehe, meint Fritsch.
"So ein Verfahren muss integer, gerecht und partizipativ sein", sagt er. Warum durfte allem Anschein nach Célia Šašić nicht mitreden, fragt Fritsch? "Die Einzige aus dem DFB-Präsidium, die auch mal ein Tor geschossen hat." Es brauche doch jetzt eine große Koalition für den Fußball.
Ihre Weltmeistertipps gaben die Hosts übrigens auch ab. Dabei wurde es fußballromantisch.
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Nov 30, 2022
Nov 30, 2022
32 min
Eine ungewöhnliche Folge von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Denn gerade findet ein alles andere als gewöhnliches Fußballturnier statt, die WM in Katar. Christian Spiller, einer beiden Hosts, ist in Berlin geblieben, aber Oliver Fritsch erzählt von seinen ersten Eindrücken aus Doha.
Er sieht die WM immer noch kritisch, aber zugleich auch, dass in Katar ein Fußballfest stattfindet. Ein Widerspruch? Vielleicht, aber er sagt: “Ich habe den Eindruck, dass es uns Europäern schwer fällt, auf die Widersprüche, die das Leben und die Politik hergibt, einzulassen.”
Die beiden Hosts reden über Falsifizierbarkeit, TV-Quoten und Guckscham und darüber, warum die WM vor allem in Deutschland boykottiert zu werden scheint. Dem Land des Moralweltmeisters? Aber vielleicht ja auch besser Moralweltmeister als gar kein Titel, so Spiller.
Es geht aber auch um Sport. Zum Beispiel über die bisher überzeugendsten Mannschaften dieses Turniers. Für Fritsch ist das Frankreich, für Spiller Brasilien. Und sie diskutieren natürlich über das deutsche Team, das gegen Japan nicht so schlecht war, wie es im Nachhinein gemacht wurde. Und natürlich über das Tor von Niclas Füllkrug gegen Spanien. “Ein Moment, den man nicht vergisst”, sagt Fritsch.
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Texte und Szenen, die wir in dieser Folge besprochen haben:
Olis Kolumne
Olis Japan-Text
Szene Füllkrug-Tor
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Nov 22, 2022
Nov 22, 2022
51 min
Zum ersten Mal in der (noch kurzen) Geschichte von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, sprechen die Hosts über einen Torwart. Nicht über irgendeinen, sondern über Manuel Neuer, den besten deutschen Torwart, möglicherweise den besten der Welt und vielleicht ja sogar den besten aller Zeiten. Eine Folge der Superlative also.
“Manuel Neuer hat das Torwartspiel neu erfunden, er hat einen Standard gesetzt, an dem sich jetzt alle messen lassen”, sagt [Oliver Fritsch(https://www.zeit.de/autoren/F/Oliver_Fritsch/index.xml). Mit seinem offensiven Spiel, mit dem er spätestens zum WM-Achtelfinale 2014 gegen Algerien weltbekannt wurde, wurden Neuer der Sweeper Keeper, wurde Manu, der Libero. Seine womöglich wichtigste Szene aber hatte er ein Spiel später.
In dem Podcast, den wir bereits vor der Debatte um Manuel Neuers One-Love-Binde aufgenommen haben, sind sich die Hosts einig: Manuel Neuer macht das Tor klein. Die Stürmer wissen, dass es bei Neuer nicht reicht, entweder nur fest oder platziert zu schießen, es muss schon beides dabei sein. Das aber ist kompliziert, das lässt sie zaudern. “Die Kunst eines großen Torwarts ist es, Bälle zu halten, ohne Bälle halten zu müssen”, sagt der Interims-Co-Host Christian Spiller.
Die beiden philosophieren auch über Neuers Reklamierarm, über das Geheimnis des Torwartlands Deutschland, entdecken Ähnlichkeiten zu Tomislav Piplica. Mit einem Stereotyp aber räumen sie auf: “Ich glaube nicht, dass Neuer auch draußen mitspielen könnte”, sagt Oliver Fritsch.
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Szenen und Inhalte, die wir in der Sendung besprochen haben:
Neuer gegen Frankreich
Neuer gegen Algerien
Neuer gegen Mbappé
Manuel-Neuer-Werbung
Best of Piplica
Best of Chilavert
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